Nationalfeiertag Heldenplatz Wien am 26. Oktober 2003

Programmablauf
Lageplan Heldenplatz
Fotos von der Veranstaltung

Rund 300.000 Menschen haben am Nationalfeiertag die Angelobung und die Leistungsschau des Bundesheeres in Wien besucht. Der Transporthubschrauber Black Hawk und das originalgetreue Eurofighter-Modell in Wien entpuppten sich als Publikumsrenner.

Auf der Bühne vor dem Denkmal vom Prinz Eugen wurde am Morgen eine Festmesse abgehalten.

Um 8:15 Uhr legte Bundespräsident Dr. Thomas Klestil gemeinsam mit Verteidigungsminister Günter Platter, in gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege und an jene die für die Freiheit der Republik Österreich Ihr Leben ließen in der Krypta am äußeren Burgtor einen Kranz nieder. Auch die Bundesregierung folgte anschließend mit einer Kranzniederlegung. Den festlichen Rahmen stellte die Garde Wien, für die musikalische Untermahlung war die Militärmusik des Militärkommandos Burgenland unter ihrem Kapellmeister Major Hans Miertel aufmarschiert.

Mit der Angelobung von rund 1.200 Rekruten welche folgenden Einheiten angehören

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hat am Nationalfeiertag die Österreichweit größte Bundesheer-Leistungsschau am Wiener Heldenplatz bei herrlichem sonnigem Herbstwetter begonnen. Am Heldenplatz traten die anzugelobenden Rekruten an. Kommandant der ausgerückten Truppe war Hptm. Georg Frischeis.
Die Ehrenkompanie stellte die zweite Kompanie der Garde, der Insignientrupp und der Ehrensignalhornträger der Garde Wien. Unter der Leitung des Militärkapellmeisters Major Mag. Bernhard Heher und Musikmeister Vizeleutnant Josef Höller umrahmte die Gardemusik Wien die Angelobungszeremonie.

Unter der Anwesenheit von Bundespräsitent Dr. Thomas Klestil, Verteidigungsminister Günter Platter, Generalstabchef General Roland Ertl dem Wiener Militärkommandanten Generalmajor Karl Semlitsch, Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien Dr. Michael Häupl und Mitgliedern der österreichischen Bundesregierung an deren Spitze Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel und Vizekanzler Hubert Gorbach standen, gelobten die Rekruten die Republik Österreich und das Volk zu schützen.
An der Feierlichkeit am Heldenplatz nahm auch der Alt-Bürgermeister von Wien und Leiter der Bundesheerreform Kommission Dr. Helmut Zilk teil.

Mit der Präsentation von Bundesheer-Gerät, und mit einem umfangreichen Showprogramm und militärischen Vorführungen gelang ein bunter "Austellungsmix".

Auch die Polizei, Feuerwehr und zahlreichen Hilfs- und Rettungsorganisationen stellten Ihr können unter Beweis und waren mit Informationsständen am Heldenplatz vertreten wo sich die Bevölkerung über die Tätigkeiten ausgiebig informieren konnten.

Einer der Stars der Wiener Schau war ein Modell eines Eurofighters in Originalgröße. Das Flugzeug aus Holz und Kunststoff war unmittelbar vor der Nationalbibliothek aufgestellt worden. Das Publikumsinteresse am Eurofighter-Modell war derart groß, dass sich sogar Warteschlangen vor dem Flugzeug bildeten. Interessierte Gäste nahmen Wartezeiten bis zu einer halben Stunde in Kauf, um einen Blick ins detailliert nachgebaute Cockpit des zukünftigen Bundesheer-Jets zu ergattern.

Im großen Festzelt spielte abwechselnd die niederösterreichische Gruppe Stampede und die Big Band der Militärmusik Tirol zum Tanz. Als die 10 Musiker der Big Band unter der Leitung des Militärkapellmeisters aus Tirol Major Hannes Apfolterer Songs von Glenn Miller´s "In the Mood" bis Frank Sinatra´s "Strangers in the Night" spielten stieg die Stimmung im Zelt und die Tanzfläche vor der Bühne wurde von alt und jung reichlich besucht.

Vizeleutnat Werner Angermair, Soloklarinettist der Militärmusik Tirol ließ in seiner unnachahmlichen Art einige Solis unter anderem "Tico, Tico" auf der Klarinette und "Yakety Sax" am Saxophon erklingen. Nach einigen Zugaben verabschiedet sich die Big Band mit "At the End of the Rainbow", Sänger Vizeleutnant Klaus Schrott bedankte sich beim Publikum und die Big Band der Militärmusik freut sich auf ein Wiedersehen in Wien.

Verteidigungsminister Günther Platter freute sich über das große Interesse der Bevölkerung am Bundesheer. Platter hatte den Besucheransturm am Wiener Heldenplatz heute gemeinsam mit dem Wiener Militärkommandanten Karl Semlitsch erlebt. Wenn dieses Interesse für das Bundesheer auch das Jahr über anhielte, würde er sich freuen, sagte der Verteidigungsminister.

Ein Tattoo und der Zapfenstreich, beides von der Gardemusik Wien gespielt,
war vor der beleuchteten Hofburg ein würdiger Abschluss.