Militärmusik – Festival 2010 Linzer Stadion

Die Zusammenziehung der österreichischen Militärmusiken fand dieses Jahr in Linz, Oberösterreich statt. Am 14. Juni reisten die Militärmusiken an und bezogen in verschiedenen oberösterreichischen Kasernen ihre Unterkunft. Am Nachmittag bat Militärmusikchef Oberstleutnant Mag. Bernhard Heher, der auch für die künstlerische Gesamtleitung verantwortlich war, zur ersten Gesamtprobe am Sportplatz des Fliegerhorsts Vogler in Hörsching.

Am 15. Juni fanden sich die Musikerinnen und Musiker der Militärmusiken zur Probe am Sportplatz ein. Am Nachmittag gastierten die 8 Militärmusiken (die Gardemusik Wien kam erst zur Veranstaltung im Linzer Stadion dazu, da diese noch dienstliche Einsätze zu erledigen hatte) in den Bezirken Oberösterreichs um Werbung für die Veranstaltung im Linzer Stadion zu machen.

Am Abend fand der traditionelle Kameradschaftsabend in der Kaserne in Hörsching statt. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Militärmusik Oberösterreich.

Der 16. Juni war etwas verregnet und daher durften die Proben nur auf einem Nebenplatz des Stadions absolviert werden. Während es stärker regnete, wechselte man auf die Ränge im Stadion und probte den konzertanten Teil des Gesamtspieles aller Militärmusiken.

Am Vormittag des 17. Juni durften Schülerinnen und Schüler aus Linz und Umgebung die Militärmusiken besuchen. Vizeleutnant Helmut Wimmer übernahm die Moderation und ließ die Schülerinnen und Schüler hinter die Kulissen blicken und erklärte wie man zur Militärmusik kommt und die notwendige Ausbildung. Nachdem die Generalprobe abgeschlossen war, stürmten die Mädchen und Jungen den Rasen. Und so wurde manches Musikinstrument näher kennengelernt und auch unter fachkundiger Leitung ausprobiert. Dabei leiteten zwei Kinder als Dirigenten die Militärmusik Oberösterreich. Major Mag. Haselmayer stand den beiden hilfreich zur Seite und die Militärmusiker folgten den jungen Dirigenten. Einige junge Mädchen waren an dem Piccolo von Korporal Sandra Lehr interessiert, eine andere Gruppe marschierte mit den Schlagzeugern der Militärmusik Tirol über den Platz. Zur Belohnung lud das österreichische Bundesheer anschließend zu einer Jause ein.

Die Veranstaltung am 17. Juni 2010 wurde von zivilen Musikkapellen des Oberösterreichischen Blasmusikverbandes um 19:30 Uhr eröffnet. Der „Musikverein Siebenbürger Vorchdorf“ und der „Musikverein Ungenach“ legten mit ihren äußerst perfekten Showprogrammen die „Latte“ für die nachfolgenden Militärmusiken sehr hoch. Nach einem Gemeinschaftsspiel verließen die beiden Musikkapellen unter frenetischem Jubel von ca. 9500 Zuschauern das Linzer Stadion. Nach den Begrüßungsworten des Bundesministers für Landesverteidigung und Sport, Norbert Darabos, welcher sich in seiner Begrüßungsrede ausdrücklich für den Erhalt aller österreichischen Militärmusiken aussprach und Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, der sich in seinen Begrüßungsworten ebenfalls für den Erhalt der Militärmusiken und generell für das Bundesheer aussprach, führte das Gardemusikorchester der „Serbischen Streitkräfte“ ihr Showprogramm vor. Daraufhin folgten die Shows dreier österreichischen Militärmusikkapellen.


Den Anfang machten die „Hausherren“ unter der Leitung von Militärkapellmeister Major Mag. Harald Haselmayr und dem Stellvertretenden Musikmeister Vizeleutnant Georg Deisinger.

Es folgte die Show der Militärmusik aus dem südlichsten Bundesland, aus Kärnten. Ihr „Chef“ Oberst Prof. Sigismund Seidl mit Musikmeister Vizeleutnant Arthur Lanzer boten einen breiten Querschnitt, von der „Fächerpolonaise“ über „Walzer“ bis hin zur „Rose vom Wörthersee“.

Zum Abschluss der Shows unserer einheimischen Militärmusiken nahm die Tiroler Militärmusik unter der Leitung von Oberstleutnant Hannes Apfolterer und dem Musikmeister Vizeleutnant Gerold Oberhauser Aufstellung. Ihre Darbietungen reichten vom „Wiener Walzer“ mit perfekten Drehungen bis zum „Czardas“ und dem „Hummelflug“. Beide Werke trug Gefreiter Hannes Hölzl in einer solistischen Perfektion auf der Posaune vor.


Daraufhin marschierten alle Militärmusikkapellen mit dem Marsch „Jetzt geht’s los“ ins Linzer Stadion.

Unter der Gesamtleitung von Militärmusikchef und Gardemusikkapellmeister Oberstleutnant Mag. Bernhard Heher zeigten die Militärmusiken, dass sie dem begeisterten Publikum nicht nur einen „Ohrenschmaus“ boten, auch die perfekten Figuren und deren Auflösungen zeigten die besonderen Fähigkeiten der einzelnen Musikerinnen und Musiker.


Es folgte der konzertante Teil mit folgenden Musikstücken:

Fanfare aus Musica Eroica von Thomas Dos,

Leitung: Oberstleutnant Mag. Bernhard Heher

Mühlviertler Land von Werner Brüggemann

Gesang: Guggi Kreindl

Leitung: Major Harald Haselmayr

Ecce Sacerdos von Anton Bruckner

Leitung: Oberstleutnant Stanislav Stojilikovic

Finale aus der Symphonie Nr. 3 von Gustav Mahler

Leitung: Oberst Prof. Sigismund Seidl

Mit vereinten Kräften von Oberstleutnant Hannes Apfolterer

Leitung: Oberstleutnant Hannes Apfolterer

Amigos Para Siempre von Andrew Lloyd Webber

Gesang: Kerstin Möseneder und Martin Kiener

Leitung: Oberstleutnant Mag. Bernhard Heher

Ulan von Valerie Khalilov
Leitung: Oberstleutnant Mag. Bernhard Heher

Zu diesem Marsch marschierte die Ehrenformation der Garde Wien ein.

Den krönenden Abschluss dieser gelungenen Veranstaltung bildete der „Große Österreichische Zapfenstreich“, der von allen teilnehmenden Musikkapellen aufgeführt wurde.