Military Tattoo 2003 im Klagenfurter Wörtherseestadion

Einladung zum Military Tattoo
Programm vom 13. Juni 2003
Fotos von der Rasenshow

Die diesjährige Militärmusikzusammenziehung fand, aus Anlaß des 40 Jahr Jubiläum des Militärkommando Kärnten im Juni 2003 in Klagenfurt / Kärnten statt. Als Gastkapellen nahmen Militärmusiken aus
Schweden unter der Leitung von Musikkorpsdirektor Major Mats Janhagen,
Slowenien unter der Leitung von Oberstleutnant Mag. Ljubo Fasnjak und dem
Königreich Jordanien unter der Leitung von Capitän Hauptmann Ibrahim Tlji teil.
Am 12. Juni 2003 gab die Königlich-Schwedische Militärmusik am Stadtplatz in Ferlach mit Beginn um 18:30 Uhr ein viel umjubeltes Platzkonzert. Die Moderation übernahm Hauptmann Helmut Sadnikar. Die aus wehrpflichtigen Rekrutinnen und Rekruten bestehende Millitärkapelle konzertierte eine Stunde, und bot ein breites Programm an musikalischen Werken.
Der Schlußveranstalltung am 13. Juni 2003 im Wörterseestadion in Klagenfurt ging ein heftiges Gewitter voran, doch mit einer geringen Verspätung konnte mit dem Programm begonnen werden.
Nach den Ansprachen von Kärntens Landeshauptmann Dr. Jörg Haider, Vizekanzler Mag. Herbert Haupt und des Militärkommandanten von Kärnten Generalmajor Gerd Ebner, sprangen aus 3 Bell Alouette III Hubschrauber Fallschirmspringer der 25. Jägerbrigarde ab und brachten die Flaggen der 9 Bundesländer in das Stadion.
Zu Beginn marschierte die Gardemusik Wien unter der Leitung von Militärkapellmeister Major Mag. Bernhard Heher und dem Musikmeister Vizeleutnant Josef Höller gefolgt von Oberleutnat Hafner und seiner 4. Gardekompanie der Garde ein.
Die 4. Gardekompanie Exerzierte nur nach Märschen, unter anderem dem Radetzky Marsch gespielt von der Gardemusik Wien und ernteten von den Zuschauern stürmischen Beifall. Die Formationen marschierten mit einer Ehrenrunde mit dem Wagramer Grenerdier Marsch aus dem Stadion aus.
Als nächstes führte die Militärmusik aus Slowenien ihre Rasenshow vor. Unter den klängen von Slavko Avsenik zauberten die Musikanten vielbejubelte Figuren auf den Rasen.
Für mitteleuropäische Ohren etwas exotische Klänge mit Dudelsack und Blasinstrumenten ließen die Musiker aus dem Königreich Jordanien erklingen. Bei der schwungvollen Rasenshow mit britischem Einschlag fiel im Besonderen die große Trommel in der Platzmitte auf welche laut und dominant den Takt angab.
Als Kontrast zu den orientalisch aussehenden Militärmusikanten aus Jordanien marschierte als letzte der 3 Gastkapellen die königlich schwedische Militärmusik ein. Schwedische Marschmusik erklang abwechselnd mit Klängen von ABBA. Im Besonderen fiel ein mit Szenenapplaus bedachtes Solostück für das Schlagzeug Register auf, wobei auch die Ausführung ein perfekten Rasenshow zu erwähnen ist.
Als gastgebende Militärmusik lag es an den Kärntnern eine Solorasenshow vorzuführen. Oberst Prof. Sigismund Seidl und Musikmeister Vizeleutnant Arthur Lanzer marschierten mit dem Kärntner Liedermarsch ein, was zu erwähnen ist Obst. Seidl wurde von 2 Soldatinnen flankiert welche beide eine Rot - Weiß - Rote Schärpe trugen. Die Militärmusikanten aus Kärnten spielten und marschierten nach verschiedenen Musikstücken wie z. B. "Brüderlein fein" oder eine Big Band Version des Marsches "Alte Kameraden". Unter großem Jubel verabschiedete sich die Militärmusik Kärnten.
Nach einem kleinen Umbau, es wurde ein Dirigentenpodium und Instrumente für die Bigband aufgestellt, marschierten die Militärmusiken der Bundesländer, Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg unter der Gesamtleitung von Heeresmusikchef Oberst Josef Spirk ein, und nahmen am Platz Aufstellung. Es wurde eine Vorführung von Musik in Bewegung vorgeführt die auch Zuschauer in Ihren Bann zog die nicht Freunde der Militärmusik waren. Um die Verbundenheit mit dem veranstaltenden Bundesland Kärnten zu Unterstreichen Sang Sabine Neibersch ein Lied über Kärnten einige Solisten rundeten das Programm ab. In Kärnten durfte der Chor "Stimmen aus Kärnten" mit Kärntner Weisen nicht fehlen. Beim Lied "Song of Joy" von Ludwig van Beethoven das von einem Mitglied der burgenländischem Militärmusik gesungen wurde, zogen die 3 Gastkapellen wieder auf den Platz ein. Als letztes marschierte die Gardemusik Wien und 2 Gardekompanien mit dem Insignientrupp und dem Ehrensignalhornträgern der Garde ein.
Der letzte Programmpunkt dieses Abend war die Aufführung des großen österreichischen Zapfenstreich aller Militärmusiken dazu kamen die Fackelträger bestehend aus Kärntner Grundwehrdienern. Der unter der Gesamtleitung von Oberst Josef Spirk stehende Zapfenstreich berührt die Zuseher immer wieder, so auch im Klagenfurter Wörtherseestadion zog dieses aus mehreren Teilen bestehende Klangwerk die ca 8.000 Zuschauer in seinen Bann.
Zum Schluss verließen zuerst die 3 Gastkapellen danach die Gardemusik Wien gefolgt von den 9 österreichischen Militärmusiken das Stadion wobei sie mit klingenden Märschen an der Tribüne mit einer Ehrenbezeugung vorbei defilierten.
Zum Schluss entließ Oberst Spirk die Fackelträger, die mit einem kräftigen Hurra in Richtung der Ausgänge abtraten.
Mit einem wunderschönen Feuerwerk ging eine gelungene Veranstaltung zu Ende.