Die Gründung der Militärmusik Steiermark geht in das Jahr 1955 zurück. Aus 35 Musikern der damaligen Grenzschutzabteilung Nr. 3 in Strass wurde eine Musikkapelle gebildet. Zum Leiter wurde der spätere Musikmeister Vzlt Peter Zorn bestimmt. Am 1. September 1956 wurde dieses Orchester nach Graz verlegt und bildete den Grundstock der Militärmusik Steiermark. Alfred Janauschek, ein erfahrener Militärkapellmeister aus der 1. Republik, wurde mit der Leitung und dem weiteren Aufbau betraut.

Durch seinen allzu frühen Tod wurde die Leitung interimsmäßig dem späteren Militärkapellmeister von Kärnten Karl Mantsch übertragen. Am 1. September desselben Jahres wurde Professor Alois Krall, ebenfalls ein erfahrener Militärkapellmeister aus der 1. Republik, mit der Leitung betraut. Ihm gelang es in kürzester Zeit die Herzen der Steirer zu erobern und das Niveau dieses Orchesters so zu steigern, dass es zu den besten österreichischen Militärmusiken zählte. Nach seiner Pensionierung übernahm 1968 Oberst Prof. Mag. Rudolf Bodingbauer die Leitung. Er forcierte mit Erfolg die Aufführung symphonischer Blasmusik und es gelang ihm durch Schallplattenproduktionen, Rundfunkaufnahmen und durch Auslandreisen in die Schweiz und nach Ungarn, die Militärmusik Steiermark weit über die Grenzen hinaus bekannt zu machen.

Mit der Pensionierung von Oberst Prof. Mag. Rudolf Bodingbauer wurde mit Februar 1995 Militärkapellmeister Major MMag. Dr. Hannes Lackner, der von 1989 bis zum Zeitpunkt seiner Versetzung als Lehroffizier und 2. Kapellmeister bei der Gardemusik in Wien seinen Dienst versah, zum Kommandanten der Militärmusik Steiermark bestimmt.

Durch die Militärmusik Steiermark sind seit Bestehen ca. 1300 Musiker gegangen, von denen heute viele in anerkannten Orchestern, wie den Wiener Philharmonikern, den Wiener Symphonikem, dem Rundfunkorchester Wien, dem Brucknerorchester Linz, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Theaterorchester Tirol und Klagenfurt und vor allem beim Grazer Symphonieorchester wirken. Viele sind Professoren an Musikuniversitäten bzw. Mittelschulen. Eine große Anzahl sind als Musikschullehrer bzw. Kapellmeister in der Steiermark tätig.

Die Arbeitsintensität der Militärmusik Steiermark ist überdurchschnittlich hoch. Sie liegt zwischen 180 und 200 Einsätzen pro Jahr.

Auslandsreisen führten die Miliämusik Steiermark nach Ungarn, 1984 zu einem internationalen Militärmusiktreffen nach Zürich. Im Februar 1985 und im Jänner 1995 fand ein Einsatz der Big Band der Militärmusik Steiermark Österreich beim internationalen Militärmusiktreffen in Karlsruhe, bei dem Konzerte und ein Tattoo aufgeführt wurden. Im Mai 1998 unternahm die Militärmusik Steiermark eine Konzertreise nach Zagreb, wo 2 Konzerte zu bestreiten waren.

Es liegt damit auf der Hand, dass die Militärmusik Steiermark einen wichtigen Kulturträger und -vermittler

darstellt, der aus der Musikszene, insbesondere der Blasmusikszene, nicht mehr wegzudenken ist.

Da sich innerhalb der Militärmusik Steiermark neben der großen symphonischen Blasorchesterbesetzung eine Reihe von verschiedenen Ensembles herausgebildet haben (wie zum Beispiel: Egerländer, Blechbläser Quartett, Kammermusik, Brass Quintett, Oberkrainer Besetzung, Big Band, Dixieland Ensemble, Klarinettenmusik usw.) ist ihr Betätigungsfeld ein sehr Vielfältiges. Es gilt die verschiedensten Anlässe in verschiedensten Besetzungen musikalisch zu umrahmen. Neben der Konzerttätigkeit gilt es vor allem bei militärischen Empfängen, Festakten und Paraden, bei Angelobungen, bei Kondukten und Gottesdiensten, bei Ballveranstaltungen und bei verschiedensten Festivitäten mitzuwirken.

Militärmusik Steiermark
Wappen Steiermark
Musikmeister der Militärmusik Steiermark
Bilder der Militärmusik Steiermark
Militärkapellmeister der Militärmusik Steiermark
Militärkapellmeister Obstlt. MMag. Dr. Hannes Lackner